Der Südliche Außenposten

  • Jindrich ließ den Blick von Süden nach Norden schweifen: „Also wenn die Erdbeben mit ner Terra-Linie zu tun haben“, er zeigte nach Süden, wo die Expedition verschollen war, „und die hier durchläuft“, seine Hand zeigte auf den verkohlten Baum, „Joa, dann macht das Sinn, dass die weiter bis in die Stadt gehen könnte.“ Seine Hand fuhr Richtung Norden weiter. „Da sollten echt mal die Hüter aus Asina ran. Oder man bräuchte mal Karten mit diesen Linien drauf“, grübelte er.

  • "Um welche Art der Kraftader es sich handelt, Terra oder etwas anderes, kann ich nicht sagen. Dafür müsste sie offen liegen oder ausgraben. Wenn ihr Fragen über die Linien habt, dann müsst die den Orden der Kraftlinien kontaktieren. Und eine Kraftline verläuft wie eine Vergabelung mit breiteren und schmaleren Ästen bei 30-50 Schritt breite. Ob es die selbe ist, vermag ich nicht zu sagen. Genauso wenig ob so eine Linie wirklich unter der Stadt hindurchläuft. Die elementare Strahlung ist hoch und nur für wirkliche Spezalisten auszumachen wo sie wirklich verläuft. Schon eine Ader im Machtbereich von Porto Leonis kann aus der Ferne aufgespührt werden, ohne das sie in der direkten Nähe wäre."

  • Jindrich hörte den Ausführungen aufmerksam zu. Doch eigentlich bewegten ihn noch einige andere Fragen und eine weitere Verpflichtung.

    "Noch einmal vielen Dank", sprach er zu Klüngelmann und Heisenheim. "Wenn ihr mit dem, was ihr beobachten konntet, nun in der Lage seid, hier im Lager weitere Talismane zu erschaffen, ist uns allen ja schon mal geholfen.

    Ich frage mich, jedoch, warum der Schutz um Thorbrands Talisman scheinbar ein wenig kleiner ist, als bei denen von Tarik und mir. Wenn ihr dazu noch etwas herausbekommt, dann informiert uns bitte. Ich könnte mir vorstellen, dass es daran liegt, dass Ihr die Energie abgeleitet habt und nicht Thorbrand selbst. Das könnte vielleicht ein Versuch zeigen, wenn ihr beide eure Talismane erschafft", grübelte er.

    "Ja und da wäre noch die Frage mit den Schreinen.... also der Garten der Schöpfung ist seit dem Schwurfest ebenfalls sandfrei. Das scheint mir jedoch nicht an einen Talisman, sondern an die Schreine gebunden zu sein – könnte das sein?
    Falls dem so ist, wäre nicht hier, an der gebrannten Erde, ein guter Ort, um vielleicht einen Schrein der Elemente einzurichten und um den Schutz vor dem Chamsin zu bitten? Oder vielleicht ist es euch möglich, die versandete Wasserquelle hier freizulegen, Aqua zu weihen und dann dort einen Schutz herbei zu bitten?

    Ich könnte mir fast vorstellen, dass die Schreine dann auch geeignet wären, mit mehr Leuten einen noch größeren Schutzbereich zu schaffen. Ihr habt ja bereits gesagt, dass es möglich sein sollte, auch mit mehreren Leuten, die Energie abzuleiten, nicht wahr? Dann sollte es doch auch möglich sein, eine größere Menge der Kraft in das Land zu geben, oder?" Offensichtlich breiteten sich in Jindrichs Kopf schon die weiteren Pläne aus, um den Außenposten gegen den Sandstrum zu wappnen. Doch er lenkte mit sichtbarem bedauern ein: "Leider haben wir nicht mehr viele Möglichkeiten, euch da groß zu unterstützen. Einige von uns haben von den Ersten den Auftrag erhalten, zu einem Konvent nach Windhafen in das nördliche Siegel zu reisen. Und da wir weder Portale noch Tunnel nutzen können, müssen wir bald aufbrechen.

    Es tut mir Leid, dass wir nicht mehr lange bleiben können", meinte er ehrlich bedauernd.

  • Tarik schnippte auf einmal mit den Fingern.

    "Ich weiß nicht, ob es klappt, aber es könnte doch möglich sein sich vom Land auch einen Schutz gegen die Luftleere zu wünschen? Wir müssen tatsächlich aufbrechen, aber ihr habt hier vor Ort ja vielleicht die Zeit, daran zu experimentieren."

  • „Den Gedanken sollten wir warm halten, Tarik“, meinte Jindrich und zückte sein Büchlein. bevor er seine Liste ergänzte, hob er aber doch nochmal den Kopf: „oder wir werden alle Freundschaftsträger von Terra“, dabei zwinkerte er zu Jolanda und den Narech‘Tuloch, „und marschieren direkt ein.“

  • „Gut“, meinte Jindrich nachdem sein Scherz unkommentiert verhallt war, „wollen wir zusammenpacken? Wir sollten unsere Fortschritte und Ideen dem Centurio vortragen und auch über die Abreise sprechen.“

    Dann erhob er sich und kramte schon mal sein Zeug zusammen.

  • Tarik sah Miyaka'an fragend an.

    "Du hast den Knotenpunkt aufgespürt. Wäre es dir möglich mit dieser Methode den Verlauf der Linien nachzuspüren? Ich vermute, dass mindestens eine in die Luftleere führt und mit etwas Glück finden wir auch Spüren davon auf unserem Rückweg nach Porto Leonis. Unterwegs werden wir übrigens auf den allerersten Pestgarten treffen, den wir bereits vor einem Jahr verbrannt haben. Aber auch dieser Ort sollte der Vollständigkeit halber gereinigt werden, wie dieser hier."

  • „Oh Ja“, stimmte Jindrich zu, „am Lagerplatz der 6. und 7.“ Sein Blick wanderte zu Gaius und Leukos, die dort Auge in Auge mit den von der Raserei befallenen Legioniten gestanden waren und seine Begeisterung dämpfte sich deutlich. „Wir haben dort zwar auch ein ordentliches Feuer gelegt, doch ich denke, dieser Ort und die Erinnerung daran, ist noch nicht… fertig.“

  • "Ich kann es versuchen." meinte die Hirschin leise. Sie war hier eigentlich für ihre Begriffe viel zu viel in magische Belange involviert und das war Miyaka'an immernoch nicht gewöhnt. Sie fragte sich einmal mehr, warum sie so besonders sein sollten, wenn sie doch so magisch wie ein Stein waren.

    Um ihre Bereitschaft zu zeigen sah die Narech'Tuloch Jindrich fragend an.

  • Als Jindrich Miyaka'ans Blick bemerkte, ließ er sich wieder nieder und nahm einen Schlick aus seinem Trinkschlauch. Dann sah er sie an und begann zu erzählen: "Ich glaub, ich muss ein bisschen ausholen", entschuldigte er sich im Vorhinein, "letzten Sommer nahm das Unglück hier ja seinen Anfang. Ulrich und Wu brachen in der Taverne zusammen und spürten die Präsenz von Verfemten hier unten im Süden.

    Wir haben daraufhin Foxja mit einer Decurie leichter Reiterei als Späher vorgeschickt. Sie sind genau bis hier her gekommen." Er sah zu der gebrannten Erde neben ihnen. "Hier war ein Scheiterhaufen aufgetürmt und zwei Leute, die sich als Legioniten ausgaben, waren daran zu schaffen. Sie sagten, sie hätten zu der Expedition gehört, die wir ausgesandt hatten, um den Erdbeben in der Stadt auf den Grund zu gehen, die auch hier im Süden am stärksten sind." Das folgende schien Jindrich noch mehr Unbehagen zu bereiten. Er nahm noch einen Schluck, bevor er weitersprach.

    "Nun Foxja trat auf die beiden zu, unterhielt sich mit Ihnen und irgendwann verlor sie das Bewusstsein. Sie müssen sie irgendwie vergiftet oder verhext haben", überlegt er. "Sie wachte allein hier irgendwo in der Nähe wieder auf und versuchte sich in Richtung der Stadt zu retten. Nach ein paar tagen umherirren traf sie dann auf die beiden Centurien, als 200 Soldaten, die wir losgeschickt hatten, um sich der Gefahr durch die Verfemten anzunehmen.

    Wir wissen bis heute nicht, was sie mit ihr gemacht haben, nachdem sie zusammenbrach. Aber irgendwie haben sie in der ersten Nacht im Lager die Kontrolle über sie übernommen und die Wasservorräte des Lagers durch ihre Hand vergiftet. Später konnte sie sich daran erinnern, wie sie eine ölige Flüssigkeit dort hineingab." Jindrich schluckte schwer. Foxja hatte sich zwar wieder einigermaßen gefangen, aber diese Geschichte würde ihr sicher noch lange nachhängen. "Foxja brauchte noch mehrere Tage um sich zu erholen. Sie schlief und fieberte. Und in dieser Zeit breiteten über das Wasser alle möglichen Krankheiten der Pestilenz im Lager aus. Irgendwann entschied der Centurio, der Anführer, dass sie zurück zur Stadt mussten. Dort kümmerte sich Leukos federführend um das Seuchenlager, in dem die Legioniten geheilt werden konnten." Jindrichs Blick wanderte kurz Richtung Norden bevor er sich wieder Miyaka'an zuwandte. "Doch sie kehrten nicht alle zurück," setzte er mit schwerer Stimme an. "Einige Soldaten waren durch besonders aufmüpfiges Verhalten aufgefallen. Es kam erst zu Befehlsverweigerungen, dann zu Beschimpfungen und später zu handfesten Raufereien, die nicht immer gut ausgingen. Einige entfernten sich vom Lager und man hielt sie für feige Deserteuere. Doch sie waren krank. Die Raserei hatte von ihnen Besitz ergriffen...

    Nachdem wir die zwei Centurien vor der Stadt wieder halbwegs zusammengeflickt hatten, sind wir selbst mit einer Centurie unter Avellania aufgebrochen. Bis zu dem Lagerplatz an dem sie infiziert wurden.

    Sie waren noch da.

    Aber da war nichts menschlichen mehr an ihnen.

    Unser Heiler ist auf sie zu. Der Heilerschutz, die X. unter Leukos, ist mit ihm. Sie wollten helfen. Und als sie ran waren, sind diese Kreaturen auf sie losgegangen. Es war ein schnelles und blutiges Gemetzel. Mit Händen und Zähnen sind sie auf uns los – wie in Raserei." Wieder schluckte Jindrich.

    "Als die Lage beruhigt war bin ich auf Spähposten vor. Tja... und da sah ich schon 200 schwer gerüstete Untote auf uns zuhalten.

    Wir hatten keine Wahl, als uns zurückzuziehen. Einzig ein Spähtrupp blieb zurück, um das Heer der Untoten im Auge zu behalten.

    Sie schienen an dem Lagerplatz etwas zu suchen und zogen dann ab. Während wir sie beobachteten fanden wir den ersten Pestgarten in einem Hain direkt am Lager. Dort haben wir einen Scheiterhaufen errichtet und alles den Flammen anvertraut. Danach sind wir bis hierher und haben das befestigte Lager der Untoten entdeckt," Jindrich wies den Weg hinunter, wo einst der Posten der Untoten gestanden hatte. "Tja und dann haben wir den Buchtpakt um Hilfe gebeten und mit dem geeinten Heer hier aufgeräumt. Bis zur Atemnot....

    Am Lagerplatz der 6./7. waren wir seitdem nicht mehr. Der Pestgarten dort wurde also bisher nur verbrannt, aber noch nicht gereinigt", schloss er seinen Bericht.

  • Bei der Erwähnung der Deserteure verengten sich Leukos Augen zu Schlitzen.

    "Gut zusammengefasst, Jindrich.

    Wir hatten uns auf Hass eingestellt, wir waren bereit den Deserteuren ihre gerechte Strafe zukommen zu lassen. Doch was wir vorfanden war anders... entmenschlichte Kreaturen die nur den niedersten Instinkten nachgingen... Diese Krankheit war scheußlich."

    Ernst nickend fügte er hinzu

    "Eine Reinigung des Areals würde einen guten, einen notwendigen, Schlussstrich ziehen."

  • Tarik nickte allen zu.

    "Ja, also wir müssten auf jeden Fall an diesem Ort auf unserem Rückweg vorbeikommen. Jetzt stellt sich die Frage, wie die Narech'tuloch vorgehen? Wollt ihr vom Baum aus los und zur Not unsere Reisegruppe verlassen, ganz so, wie euçh die Adern führen? Und immer mal einen Boten zu uns schicken? In der Hoffnung, dass Pestgarten 1 auch nicht zufällig gewählt wurde, würden wir uns spätestens dort wieder treffen. Aufzeichnen wäre auch gut. Gilt das als in Ordnung, oder machen Narech'tuloch gar nichts mit Papier und Stift?"

  • Miyaka'an sah etwas angewidert auf Stift und Papier und schüttelte den Kopf.


    "Nein, so etwas benutzen wir gar nicht. Wir zeichnen auch, um uns zum Beispiel eine Strecke oder ein Stück Land zu merken ..." Sie sah sich kurz auf dem Boden um und griff dann nach einem Stückchen Kohle, hob dann ihren Arm und begann darauf leichte Striche zu zeichnen, die recht deutlich den Ort mit Markierungspunkten wiedergab wie Baum, Strauch, Baumstumpf, Wasserlauf. Fragend blickte sie Tarik an, ob er verstand, was sie meinte. Dann reichte sie ihm ein Fell und zeichnete auf der Rückseite.

    "Damit geht es auch! Kannst du mir so etwas von der Gegend zeichnen mit allen wichtigen Punkten wie Lagern, Gärten, Wegen, Richtung Porto Leonis, unserer Siedlung ... und Shan Yanitar Kayar?"


    Dann erst wandte sie sich wieder an Jindrich.


    "Sehr merkwürdig und ihr scheint die falschen Leute aufgescheucht zu haben. Untod und Pestilenz arbeiten zusammen, aber das hatten wir ja schon. Was mich erschreckt ist, dass es nicht nur Plänkler sind, sondern dass das Gebiet so wichtig ist, dass sogar schwer Gerüstete hierher kommen. Die Frage ist, wo sie nun sind? Zurückgezogen? Abgezogen? Lauern sie hier und beobachten uns? Haben sie vielleicht längst, weswegen sie hierherkamen? Das Erspüren der Kraftader ist nun gar nicht so einfach, wenn man aufrecht gehen würde. Ich zum Beispiel erspüre die Energien im Boden, indem ich mich hinknie, meine Hände auf die Erde lege und dann in den Boden fühle. Eine anwesende Schlange könnte das vielleicht mit bloßen Füßen hinbekommen, wenn sie geht. Für mich wäre das heute das erste Mal. Ich und auch Chanaya könnten es auf unsere Weise probieren, also mit den Händen, das wird aber Zeit brauchen."

  • „Noch können wir uns für den Rückweg Zeit lassen“, gab Jindrich zu bedenken, „aber tastend bis nach Porto Leonis? Das wird zu knapp, denke ich.

    Was ist mit Salana? Weißt du, wie lange sie noch in der Siedlung sein wird?“, fragte er Miyaka‘an auf der Suche nach einem neuen Plan. „Oder Windhafen? Ulrich hat erzählt, dass auch Narech‘Tuloch dort sein werden - du etwa auch? - also vielleicht ließe sich dort jemand finden, der uns mit den Kraftlinien weiterhelfen kann und bereit wäre mit hierher zu kommen..“ Es war wohl mehr ein lautes Denken, als dass er irgendwas fragte. „Ich denke, dass ist gut“, kam er zu einem Schluss, „Wir erstatten Bericht hier im Lager und gehen von hier direkt zum Lagerplatz der 6. und 7. und reinigen den Hain. Dort schaut ihr euch den Boden an. Vielleicht könnt ihr ja schon feststellen, dass es ähnlich ist. Dann reisen wir nach Windhafen und wenn wir wieder da sind, machen wir uns auf die Suche nach den Kraftlinien. Was denkt ihr?“

    Da schien ihm noch etwas einzufallen - Miyaka’ans Fragen: „Ich denke Pest und Untod arbeiten für den Wahrträumer und haben einen ordentlichen, gesicherten Posten vor den Toren von Shan‘Yanni errichtet. Und dort decken sie das Vorhaben des Wahrträumers, der ihnen irgendeine Teufelei aus dem Archiv versprochen hat. Sie sind vorletzten Sommer vorgestoßen, um uns fern zu halten. Das hat Ihnen jetzt der Sandsturm abgenommen. Also lauern sie auf ihrer Seite der Atemnot genauso, wie wir hier. Das wäre so mein Gedanke dazu.“

  • "Windhaven ist auch Chanayas und mein Ziel, ob Salana dort sein wird, kann ich dir nicht sagen. Vielleicht hat sie sich bereits auf den Weg dorthin gemacht oder ist anderweitig beschäftigt.

    Ich hätte auch vorgeschlagen, die Erde immer mal wieder zu prüfen und zu vermerken auf unserem Weg zurück, wo wir mehr oder weniger Energie spüren und dann zu euch als Gruppe wieder aufzuschließen. Ein paar kurze Stichproben, eine genauere Untersuchung beim anderen Pestgarten, ja, das, denke ich, kann machbar sein." Bei Jindrichs Erklärung zum Verbleib des Untodes nickte die Hirschin nur. Ja, ein Rückzug, aber Verbleib im Gebiet, das sah ihnen ähnlich.

    " Warum haben sie aber das Lager noch einmal durchsucht. Was haben sie mitgenommen." sinnierte Miyaka'an leise.

  • „Gut, dann machen wir es so“, hielt Jindrich fest, „Maje, für eure Hilfe! Und wie erfreulich, dass ihr auch nach Windhafen reisen werdet. Dann können wir den langen Weg gemeinsam bestreiten.

    Tja, und was der Untot da oben gesucht hat? Vielleicht das Fläschchen mit dem Gift, das durch Foxja in die Wasservorräte gelangt ist. Wir gehen davon aus, es ist eine Substanz in der alle Krankheiten der Pestilenz vereint sind. Vielleicht sogar eine Uressenz oder sowas. Wir haben nach ihrem Abmarsch danach gesucht, aber nicht gefunden und Foxja konnte sich nicht erinnern, was danach mit dem Fläschchen geschehen ist. Das ist aber auch nur wieder ein Gedanke ohne Beweis“, räumte er ein.

    Noch einmal blickte er fragend in die Runde, ob nun alle Fragen ausgeräumt seien. „Wollen wir dann?“, fragte er schließlich.

  • "Hervorragend", meinte Jindrich und erhob sich. "Bevor ich es vergesse: Meister Klüngelmann, Meister Heisenheim, wenn ihr so gut wäret, Eure Erkenntnisse von der Talismannerschaffung niederzuschreiben, würden wir diese gerne der FAUGEST in der Stadt zur Verfügung stellen." Er wartete die Reaktion der beiden ab und begann dann damit die Sachen zu packen.

    Als alles verstaut und der Esel 'Hauptmann' bereit zum Abmarsch war, bewegte sich der kleine Trupp zurück ins Lager.


    Dort begaben sie sich zum befehlshabenden Centurio und erstatteten Bericht: Für das Erschaffen weiterer Talismane empfahl Jindrich vertrauensvoll die beiden Vertreter der Faugest in diesem Lager, Klüngelmann und Heisenheim. Darüber hinaus hatte er noch ein paar Vorschläge:

    Er regte an, dem Land Orte für den Schutz gegen den Chamsin anzuempfehlen. Zum einen die bereits gereinigte 'gebrannte Erde' – den ehemaligen Pestgarten. Und zum anderen die Quelle vor Ort, die jedoch erst vom Sand befreit und auf ihre Tauglichkeit hin geprüft werden müsste.

    Darüber hinaus wäre es eine Überlegung wert, ob ein Talisman gegen die Atemnot im Süden möglich wäre.

    Schließlich könnte es auch möglich sein, mit mehr Teilnehmenden einen größeren Bereich zu schützen. Auch hier stünden noch Versuche aus.

    Nachdem er berichtet und empfohlen hatte, stand Jindrich für weitere Nachfragen des Centurio bereit.