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  • Jindrich hörte Foxja aufmerksam zu und überdachte die nächsten Schritte. Die Narech‘Tuloch wollte er nicht unnötig lange allein im Tunnel lassen, von den Abrasiern und Thorbrand und Edo war jedoch noch nichts zu sehen. „Offenes Feuer, ja?“, fragte er auch um sich selbst das Gehörte zu bestätigen noch einmal nach: „Denkt du es ist die Flamme, oder die Hitze?“ Er ließ Foxja einen Moment zum überlegen und wandte sich währenddessen um. „Hat noch jemand eine Fackel?!“, rief er in die Runde und trat dann auf die übrigen drei Narech‘Tuloch zu: „Geht bitte so schnell wie möglich mit Foxja in den Tunnel zu Miyaka‘an. Sie ist grad allein da drin und hält die Spinnen zurück. Wenn wir hier noch Fackeln auftreiben können, nehmt sie mit. Sobald meine Leute mit weiteren Fackeln da sind, kommen wir nach.“

  • „Es scheint wohl wirklich das Feuer an sich mit der Hitze zu sein“, gab Foxja zurück. Und dann wiederholte sie den Vorschlag, den sie auch schon Miyaka‘an gemacht hatte. Jindrich würde dann entscheiden können, ob sowas überhaupt in Frage kam, wenn er sich mit den anderen beratschlagte.

    Danach nahm sie auf was noch an Fackeln zu finden war. Die leuchtenden Steine allerdings überreichte sie den anderen von Miyaka‘ans Volk.

    Sodann machte sie sich wieder auf den Weg zurück in den Tunnel. Die anderen würden dann sicher folgen.

    ´Schmerz lässt sie nicht weinen,

    doch Freude vermag es zu machen,

    Schmerz, er lässt sie lachen,
    dem Feinde freudig entgegen,
    sich der Gewalt des Fremden entheben,
    Gefühle sind einzig was sie leitet,
    sie sind der einzige Pfad, den ein Krieger beschreitet!´ (Eigen, Nebelflut)

  • Das Rumpeln von hölzernen Rädern die über die Straße rollten war zuerst zu vernehmen. Dann schritte von schweren Stiefeln ,die aus einer Gasse näher kamen. Schließlich war konnte Jindrich eine bekannte Stimme hören wie sie zu jemandem sagte: ... noch, damals, im Kosch, als wir diese Höhle von Krabbelviechern befreien mussten als wir diese Forscher begleitet hatten. Also meiner Meinung nach ist Feuer die beste Methode. Hat da bei den Höhlenspinnen auch gut geklappt. Die waren aber auch eine Plage!

  • Yaka'Teca die hinter Jolanda und Jindrich stand drängte sich nun an den zwei vorbei, sie nahm die Leuchtsteine von Foxja entgegen. "Maje" sagte sie kurz und knapp, ein Leuchtstein übergibt sie Ray'kjah , Schnalzte mit der Zunge in Zustimmung in Richtung Jindrich auch wenn ihr dieser Befehlston garnicht gefiel...zu Thorbrand gewand und nachdenklich "ob das Feuer die beste Lösung ist bin ich mir nicht sicher auch müssen wir nicht unnötig die Tierchen töten, dazu müsste ich mir ein Bild machen aber zuerst.... ich folge dir Foxja, wir müssen nun schnell meine Schwester unterstützen..." Zwei Fackeln hatte die Hirschin bei sich und löste sie nun aus ihrer Halterung, die ihre leichte Lederrüstung zusammen hält...eine der Fackeln überließ sie Jindrich um dann ungeduldig zu Foxja zu schauen...

  • Ma-je“, versuchte sich Jindrich an der Zunge der Narech’Tuloch und lehnte die Fackel ab. Er wies auf Edo und Thorbrand: „davon haben wir jetzt mehr als genug. Ich hoffe ja irgendwie, Hitze reicht. Ich hab Angst, dass uns da alles um die Ohren fliegt. Wir schauen, ob wir da was hinbekommen und kommen dann nach. Bis gleich!“

  • Wu schien immer noch in die Sigille vertieft, und Valerian war sich nicht sicher, ob Wu seine Frage wahrgenommen hatte. Wenn doch, wollte er Wu nicht noch einmal in seiner Konzentration stören.

    So verharrte der Forscher ruhig neben Wu, bereit ihm zu helfen, wenn er ihn denn brauchen konnte.

  • Nachdem er Foxja und die Narech'Tuloch in den Tunnel verabschiedet hatte, wandte sich Jindrich Edo und Thorbrand zu. Er blickte einmal über den Karren, um sich einen Überblick zu verschaffen, und dann zu den beiden Legioniten: "Mäh", bestätigte er ihre gute Arbeit. "Dann fehlen nur noch Leukos und Gaius... egal. die kommen schon noch", meinte er mehr zu sich selbst.

    Dann wandte er sich an alle Anwesenden, so dass auch Valerian Oedgras und Jolanda Lavendel ihn gut vernehmen konnten: "Foxja und die Narech'Tuloch sind bereits im Tunnel und halten die Spinnen zurück. Sie warten auf uns, um die Viecher dann zurück in ihr Nest zu drängen und den Riss zu versiegeln.

    Problem: Mit Feuer können wir die Spinnen zurückdrängen. Wir dürfen aber auf keinen Fall ihre leicht entflammbaren Netze in Brand setzen, weil sonst die Gefahr droht, dass der Tunnel einstürzt, wenn da alles in Flammen steht. Meine Hoffnung ist, dass auch Hitze ohne offene Flamme sie vertreiben könnte.

    Hat wer einen Vorschlag?" Jindrich's blick blieb einen nachdenklichen Augenblick an dem Karren hängen, den Edo und Thorbrand hergeschafft hatten. Dann sah er fragend in die Runde.

  • Thorbrand nickte Jindrich zu und überlegte eine Weile. Naja, Meine Oma hat uns Kindern und auch dem Oheim in kalten nordischen Winternächten immer einen heißen Stein mit unter die Decke gelegt, damit wir in den ganz schlimmen Nächten nicht erfrieren. Den hatte sie vorher ne ganze Weile im Feuer liegen. Hab mir hin und wieder auch mal ne Brandblase desnachts geholt. Ich weiß nicht ob das wohl reicht, wenn wir den Karren hier vielleicht mit heißen Steinen beladen und dann da rein fahren...

  • Naja es ist ja nicht so, dass Tiere erst fliehen wenn die Hitze des Feuers spürbar wird. Sie fliehen ja viel mehr vor dem Geruch des Rauchens.

    Edo schaute an sich herunter.

    Vielleicht hilft es ja auch wenn wir uns Räuchern. Das hilft ja auch bei langen Feldzügen gegen das Ungeziefer, was sich gerne in der Kleidung einnistet.

  • Es kam die Rückmeldung aus dem Tunnel, dass die Spinnen auf Rauchwerk nicht mit Flucht reagiert haben - auch nicht auf den Duft von Lavendel. Deswegen hoffe ich auf die Hitze“, meinte Jindrich auf Edos Vorschlag hin.

  • Um Jolanda Lavendel und Wu Yan-Dao nicht bei ihren Analysen zu stören, ging Valerian leise von der Sigille weg in Richtung der restlichen Gruppe, bevor er sich zum Spinnenproblem äußerte:

    "Wisst ihr, für Dinge, die vor mir weglaufen, wegfliegen oder wegschwimmen würden, sehe ich mich zwar nicht zuständig. Dennoch würde ich für die Idee mit den heißen Steinen stimmen. Als Botaniker würde ich nur zur Vorsicht in der Nähe der Wurzeln raten; nicht dass die Hitzeeinwirkung das feine Wurzelgeflecht noch mehr schädigt. Also nicht zu dicht ran, und möglichst kurz."

  • Als wieder Stille eingekehrt war beobachtete die Hirschin die Spinnenpopulation einfach weiter. Viele der Tiere hatten sich in Richtung des Risses und der Netze davor zurückgezogen, das Gewusel vor ihren Füßen hatte deutlich abgenommen. Es wirkte ein wenig, als würden die Tiere sich verbarrikadieren im Bereich ihres Rückzugspunktes und den Fluchtweg zusätzlich durch Netze vor möglichen Feinden von außen schützen. Alles in allem eine deutlich defensivere Reaktion als befürchtet. Wenn die NarechTuloch die Fackel langsam in Richtung der Spinnen bewegte, reagierten diese genauso mit Rückzug, als wenn sie nur das Schälchen mit der noch glühenden Kohle in die Nähe einer Spinne stellte.

    Ein paar der Tiere hatten sie wieder abgespeckt und als die erste Fackel erlosch und Miyaka'an sie ablegen konnte, ohne versehentlich Feuer zu legen, versuchte sie, die an der Hand festgespuckte Fackel in die andere Hand zu nehmen. Es gelang nicht und tat ziemlich weh. Ein wenig verärgert zog Miyaka'an deshalb ihren Dolch aus der Armschiene und versuchte, die Fäden durchzuschneiden. Es gelang erstaunlich gut und sie hatte ihre Hand bald befreit. Die Hirschin beobachtete, dass die Spinnen blieben, wo sie waren ... doch bald würde das Feuer der Fackel verlöschen. Sie machte im geringer werdenden Licht eine weitere Markierung an die Wand des Tunnels bis wohin sie die Spinnen hatten zurücktreiben können.

  • Gaius und Leukos kamen, jeweils mit einem Eimer bewaffnet, im Laufschrift zurück zur Truppe.

    "Melden gehorsamst, Auftrag ausgeführt. Wir konnten zwei Eimer unbrauchbare Schlachtabfälle der letzten Tagen von der Metzgerei Ullmann akquirieren. Sie bestehen vor allem aus kurzen Sehnen. Würden eigentlich an die Hunde verfüttert werden, wir konnten den Meister aber von der Notwendigkeit unseres Vorhabens überzeugen."


    Und durch das Versprechen ein Wort beim Legaten einzulegen für die Aufrüstung unserer Feldrationen mit Ullmanns Dauerwürsten...


    "Besseres Fleisch konnten wir nicht finden."

    Dem einen oder anderen stieg ein unwohlig-vertrauter Geruch in die Nase. Die Geruchsspur welche von den Eimern emporstieg erinnerte an Feldzüge gegen den Untod- frisches, blutiges Fleisch gemischt mit nicht mehr so frischem Fleisch...